

Experten sind sich darin einig, dass wir es in der Pflege mit einem boomenden Markt zu tun haben, der Arbeitsplätze schafft und langfristige wirtschaftliche Perspektiven bietet. Die Pflege ist somit einer der Arbeitsmärkte der Zukunft.
Auch zeigt das Ergebnis einer vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Auftrag gegebenen Studie, dass weit mehr als die Hälfte der Altenpfleger/innen 15 Jahre nach der Ausbildung noch im Berufsfeld tätig sind oder nach einer Unterbrechung zurückkehren.
Es ist mehr als satt und sauber! Altenpflegerinnen und Altenpfleger übernehmen betreuende, beratende und pflegende Aufgaben von hilfsbedürftigen älteren Menschen. Ziel ist, eine möglichst selbstständige Lebensführung zu erhalten oder zu ermöglichen.
Altenpflegerinnen oder Altenpfleger
• gestalten Alltag und Freizeit für und mit den betreuten Personen
• wirken mit bei medizinischer Diagnostik und Therapie,
• leiten gesundheitsfördernde Übungen an,
• planen, dokumentieren und evaluieren die Pflege alter Menschen,
• helfen bei der Körperpflege, beim Anziehen, beim Essen,
• führen Gespräche über persönliche und soziale Angelegenheiten,
• begleiten und beraten bei Behördengängen oder Arztbesuchen,
• überwachen die Einnahme von Medikamenten,
• schulen ehrenamtliche Helfer,
• und beraten Angehörige.
Darüber hinaus sind die Pflegerinnen und Pfleger auch Kontaktpersonen zu Ärzten und anderen Fachleuten im Hilfesystem der Patienten. Zu ihren Aufgaben gehört auch, ältere Menschen in der Sterbephase zu begleiten.
Prinzipiell besteht die dreijährige Altenpflege-Ausbildung aus zwei Teilen: Einem schulischen und einem praktischen Teil im Ausbildungsbetrieb. Im Schulunterricht bekommen Altenpflegeschülerinnen und –schüler die Grundlagen vermittelt, die sie später im Beruf brauchen. Zum einen in Unterrichtsstunden, in denen die Lehrer etwas vortragen, meistens aber Projekt- oder Gruppenarbeiten gemacht werden z.B. zu Themen wie Gesundheits- und Krankenpflege, Recht, Politik usw. Außerdem gibt es noch praktische Schulstunden, in denen in Übungsräumen trainiert wird, z.B. wie man jemanden in den Rollstuhl setzt.
Der größere Teil der Ausbildung findet aber in der Praxis statt. Zum einen in der Pflegeeinrichtung, in der die Schüler ihren Ausbildungsvertrag haben, aber auch in anderen Bereichen. Sie lernen während der Ausbildung die stationäre Pflege in einem Altenpflegeheim kennen, das Arbeiten in einem ambulanten Pflegedienst und sammeln Erfahrung in der Innere Abteilung in einem Krankenhaus. In diesen Bereichen arbeiten die Auszubildenden schon richtig mit und können alles einsetzen und ausprobieren, was sie im Unterricht gelernt haben. Klar ist, dass sie dabei nicht allein sind. Sie werden von Praxisanleitern unterstützt, die bei Problemen immer mit Rat beiseite stehen.
Der theoretische und praktische Unterricht umfasst 2.100 Stunden, die praktische Ausbildung in Einrichtungen der Altenpflege mindestens 2.500 Stunden.
Die Ausbildung wird mit einer staatlichen Prüfung beendet. Sie umfasst einen schriftlichen, einen mündlichen und einen praktischen Teil. Wer die Prüfung besteht, ist staatlich anerkannte Altenpflegerin oder staatlich anerkannter Altenpfleger.
Schon während der Ausbildung erhalten Altenpflegeschüler eine ordentliche Vergütung.
Der wahrscheinlich wichtigste Punkt in der Altenpflege ist, dass man sich gern mit Menschen beschäftigt und Interesse an medizinischen, sozialen und pflegerischen Fragen hat. Gefragt sind Personen, die ein Gespür haben, andere Menschen zu fördern, zu begleiten und anzuleiten. Sie sollten geduldig mit den Senioren umgehen und auf sie eingehen, auch wenn sie vielleicht nicht immer gleich richtig verstehen. Sie sollten auch bereit sein, sich mit Leid und Sterben auseinanderzusetzen, andererseits aber auch zupacken können – denn ab und zu kann Altenpflege richtig anstrengend sein.
Wer eine Altenpflege-Ausbildung machen möchte braucht
• Einen Realschulabschluss (Mittlere Reife) oder einen gleichwertigen Abschluss
• Einen Hauptschulabschluss und ein FSJ
• Eine abgeschlossene Ausbildung zur Altenpflegehelfer/-in oder
Krankenpflegehelfer/-in
Erste gute Nachricht: Jobs gibt es in diesem Bereich richtig viele.
Zweite gute Nachricht: Die Fortbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen stehen richtig gut.
In der Altenpflege gibt es nach der Ausbildung die Weiterqualifikation zur Wohnbereichsleitung oder Pflegedienstleitung. Sie sind dann unter anderem für die Dienstpläne und den Ablauf im Pflegebereich verantwortlich. Oder Sie tragen als Heimleitung Verantwortung für eine stationäre Pflegeeinrichtung. Vielleicht möchten Sie auch Pflegewissenschaft studieren, Lehrerin oder Lehrer in einer Pflegeschule werden oder als Mentor Pflegeschüler in der Praxisausbildung betreuen. Oder Sie machen sich mit einem ambulanten Pflegedienst selbstständig und werden ihr eigener Chef.
Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung:
Seniorenresidenz Kinzigtal
Auf dem Abtsberg 6
77723 Gengenbach
Telefon: 07803/93470
Fax: 07803/934711
E-mail: bewerbung@seniorenresidenz-kinzigtal.de
www.seniorenresidenz-kinzigtal.de
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hier ist der Artikel aus der Fachzeitschrift "Altenheim" 1/2012 zum Download